Chancen und Kompetenz für Marl!

Andres Schützendübel, Ihr Bürgermeisterkandidat 


Mehr Chancen durch bessere Bildung

Bildung ist mehr als Schule, mehr als Lernen für die berufliche Zukunft. Bildung umfasst beispielsweise auch die Vermittlung von Werten und die fördernde Begleitung unserer Kinder und Jugendlichen bei der Ausbildung ihrer jeweiligen Fähigkeiten und ihrer jeweiligen Persönlichkeit. Beste Bildung vom Kitaplatz bis hin zum lebenslangen Lernen ist die beste Chance für ein selbstbestimmtes Leben und Arbeiten. Wollen wir unsere Stadt attraktiv für Menschen machen, die hier leben und arbeiten wollen, dann müssen wir den Menschen beste Bildung in Marl anbieten. 

Bildung ist eine kommunale Aufgabe. Ein großer Teil des gesamten Haushalts einer Kommune wie Marl wird für Aufgaben verwendet, die einen Bezug zum Thema Bildung haben. Das umfasst die Finanzierung der Schulträger, die Ausgaben für die frühkindliche Bildung und Betreuung (U3 und Ü3), bis hin zur Finanzierung von Kinder- und Jugendarbeit, Musik- und Kulturvereinen, Bibliotheken, Weiterbildungsangebote der VHS und zahlreicher freier Bildungsträger. Um diese Mittel sinnvoll zum Nutzen der Bürger einzusetzen, bedarf es eines „Bildungskonzeptes“, in dem alle Angebote und Einrichtungen sowie deren Qualität systematisch erfasst, bewertet und fortentwickelt werden. 

Entscheidend für den Erfolg eines solchen „Gesamtkonzepts Bildung“ ist es, die privaten Akteure, die Bürger und die Vereine und Initiativen für eine Mitarbeit zu gewinnen. Ein kommunales Bildungskonzept muss auch den Bereich der Kultur und Künste umfassen. Kultur und Kunst sind für die individuelle Persönlichkeitsentwicklung, für die Vermittlung von Werten und für die Förderung von Fähigkeiten wichtig. Marl benötigt dringend ein übergreifendes Bildungskonzept und einen aktuellen Schulentwicklungsplan, um unsere Stadt zu einer Stadt der Chancen für alle Menschen zu machen.

Frühkindliche Bildung

Besonders Kinder sind potentiell gefährdet, schon in den ersten Lebensjahren durch die materielle Not der elterlichen Haushalte den Anschluss zu verlieren und zu dauerhaften „Bildungsverlierern“ zu werden. Trotz ausreichend vorhandener Arbeitsplätze gibt es in Marl eine strukturelle Arbeitslosigkeit, die mit derzeit 9,1 % zu den höchsten im Kreis Recklinghausen gehört. Ungünstige soziale Ausgangsbedingungen sind das größte Hemmnis für Chancengleichheit. Das Angebot und die Qualität frühkindlicher Bildung sind entscheidend, um Chancengleichheit von Anfang an zu ermöglichen, und zwar unabhängig vom Einkommen der Eltern. Für die frühkindliche Entwicklung im Bereich der Kindertagesstätten, für Kinder unter drei Jahren (U3) und für Kinder über drei Jahren (Ü3), sowie in der Kindertagespflege (Tagesmütter), steht die Gemeinde als örtlicher Träger in der Mitverantwortung. Alle Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten müssen stärker aufeinander abgestimmt und die Vielzahl der privaten und öffentlichen Anbieter regional vernetzt werden. Hierbei kommt dem „Marler Bildungsnetzwerk“ eine zentrale Rolle zu. Dabei ist die Gestaltung der Sozial- und Jugendarbeit, der Umsetzung sozialräumlicher Konzepte und der Stadt- und Quartiersentwicklung eine wichtige Ergänzung zum Bildungsauftrag. 

Ausbildung und Studium in Marl 

Die räumliche Nähe zu Schulen und die Vielfalt des schulischen Angebotes steigern die Attraktivität einer Stadt, insbesondere natürlich für junge Familien, die nach einem Lebensmittelpunkt suchen und über die Anmietung oder den Kauf von Wohneigentum nachdenken. Wir müssen alle Schulen in Marl so attraktiv machen, dass sie nicht nur ihren Bildungsauftrag erfüllen können, sondern auch als Ort der Chancen wahrgenommen werden. Dabei geht es nicht nur um die bauliche Ertüchtigung, sondern insbesondere um die zukunftsfähige Weiterentwicklung des Bildungs- und Ausbildungsangebotes. Eine wohnortnahe Berufsausbildung wird in vielen Bereichen immer wichtiger. Deshalb liegt es im Eigeninteresse einer Kommune, oder einer Gemeinschaft mehrerer Kommunen einer Region, im Bereich der Berufsausbildung Konzepte zu entwickeln, die eine wohnortnahe, möglichst dezentrale Ausbildung ermöglichen. 

Der Trend zur Akademisierung beschert den Hochschulen und Universitäten immer mehr Studierende, während die klassische Berufsausbildung unter Druck gerät. Gerade für mittelgroße Kommunen wie Marl, die kein Hochschulangebot vor Ort haben, ist es sehr wichtig, hier vor Ort ein Angebot zu schaffen, um der Abwanderung junger Schulabsolventen in die Ballungsräume entgegenzuwirken und zugleich die Versorgung der regionalen Wirtschaft mit qualifizierten Fachkräften zu verbessern. In diesem Zusammenhang werden wir uns intensiv dafür einsetzen, dass in unserer Region, auch unter dem Gesichtspunkt der Strukturförderung, ein Studienangebot in Form eines universitären Standorts oder einer Hochschule für unsere Stadt, durch intensivere Kooperation zwischen Hochschulen, Forschungs- und Bildungseinrichtungen mit der Wirtschaft, weiterentwickelt wird.


  • Wir werden ein „Gesamtkonzept Bildung“ für Marl auf den Weg bringen. 
  • Wir werden die Verwaltung als Schulträger in die Lage versetzen, die vom Bund und Land zur Verfügung gestellten Ressourcen zielgerichtet und zeitnah einzusetzen. Dazu zählt eine bedarfsgerechte Ausstattung und entsprechende Räumlichkeiten. 
  • Wir werden für jedes Kind einen kostenlosen, wohnortnahen Betreuungsplatz schaffen. Dabei gewährleisten wir flexible Öffnungszeiten und einen durchgehend hohen Standard der räumlich-personellen Ausstattung.
  • Wir fordern eine Initiative, die ein konkretes Konzept erarbeitet, um in Marl akademische Angebote in Form eines universitären Standorts, oder einer Hochschule zusammen mit Unternehmen, Verbänden und Organisationen, zu schaffen. 
  • Wir werden für ausreichende Räumlichkeiten und bedarfsgerechte Ausstattung der Marler Bildungseinrichtungen sorgen.